Linksjugend [Solid] distanziert sich

Die Linksjugend [Solid] distanziert sich von den Parolen-Schmierereien in Idar-Oberstein. Wir sind ein linker, demokratischer Jugendverband der in erster Linie eine Verbesserung der Situation der Jugendlichen vor Ort im Auge hat.

Schmiererei ist kein Ausdruck von politischem Protest, sondern Beschädigung öffentlichen Eigentums. Und die Förderung von öffentlichem Eigentum steht gerade im Fokus linker Politik.

Die Linksjugend [Solid] im Kreis Birkenfeld geht davon aus, dass es sich um pubertierende junge Leute handelt. Solche Dinge machen noch einmal deutlich wie wichtig mehr Jugendarbeit und Perspektive für Jugendliche in Idar-Oberstein ist.

CDU Bürgernah?!

Laut NZ-Bericht vom 15.12.08 hat der Idar-Obersteiner CDU-Stadtverband sich
auf die Kommunalwahlen vorbereitet.
Man habe sich Bürgernähe vorgenommen ist in der Pressemitteilung zu lesen.
Die CDU könnte jetzt schon Bürgernähe beweisen, in dem sie als große
Stadtratsfraktion deutlich macht,
dass sie für eine Bürgerbefragung in der Bäderfrage eintritt und vom
fragwürdigen PPP-Projekt im Gewerbepark Nahetal Abstand nimmt.
Damit würde sie klar machen, dass Fehlentwicklungen und -entscheidungen in
der CDU auch kritisch überdacht werden
und „bürgernähe“ nicht nur als Worthülse verwendet wird.

Auch was die JUZ-Problematik und die Jugendkriminalität angeht (beide
Probleme hängen zusammen),
könnte außer Forderungen nach mehr Überwachung auch ein direktes Gespräch
mit betroffenen Jugendlichen weiterhelfen um
z.B. Ursachen zu klären und zu bekämpfen, statt Symptome.

Zum Leserbrief der Jungen Union aus der NZ vom 16.12 führt die Linksjugend im Kreis an, dass beim damaligen Diskussionsabend in Weierbach Jugendrichter Probson betonte,
dass die rechtlichen Voraussetzungen zur Bestrafung jugendlicher Straftäter
sehr wohl ausreichend gegeben sind.
An was es in Idar-Oberstein unserer Meinung nach allerdings mangelt ist die
Prävention.
Dazu gehören Perspektiven für Jugendliche in der Region.
Das Aussterben der Innenstädte (Folge: Lehrstellenmangel),
das Fehlen eines Jugendzentrums und eines preisgünstigen Schwimmbads machen
uns allerdings wenig Hoffnung.
Alternativ-Vorschläge zu Videoüberwachung, die das Problem nur verlagert,
liefert die Linksjugend nahezu in jeder Pressemitteilung, im JUZ-Konzept und
im Jugendwahlprogramm.

Ausverkauf am Umwelt-Campus Birkenfeld

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Die studentischen Gremien am Umwelt-Campus Birkenfeld haben eine Kampagne „Ausverkauf am Umwelt-Campus Birkenfeld“ gestartet.
Laut dem Kampagnen-Aushang sind die Studierendenzahlen seit dem WS96/97 um 409% gestiegen, dass Kultur- und Freizeitangebot sank seit dem um 64%.
Baufällige Gebäude (inkl. Campus-Kino) sollen „der Abrissbirne zum Opfer fallen“.
Für die Studenten die am Campus wohnen bedeutet das nicht nur ein weniger an Freizeit und ehrenamtlichen Engagement in einer rund um den Campus herum eher strukturschwachen Umgebung, sondern auch konkreter Demokratieabbau.
Weniger Räumlichkeiten in studentischer Selbstverwaltung bedeutet weniger Einfluss der studentischen Gremien.
Eine solche Kampagne lässt vermuten, dass die Studentenschaft am
Umwelt-Campus nicht in solche Entscheidungsprozesse mit eingebunden wird.
Das bedeutet weder rechtzeitig über den aktuellen Sachstand informiert, noch gefragt wird.
Das ist schade. Gerade in einer strukturschwachen Region wie hier, sollte nicht sorglos mit den Meinungen der Studenten umgegangen werden.
Wer jetzt konkret diese Entscheidungen trifft ist für uns insofern zweitrangig, als Demokratieabbau nun mal Demokratieabbau bedeutet. Wir hoffen die verantwortlichen Entscheidungsträger treten bald in einen Dialog mit der Studentenschaft am UCB und beziehen sie aktiv mit ein.

Kapitalismus? Wir Helfen weiter!

…ein Bilderbuch der etwas anderen Art.



Solidarität mit den Genossen_innen in Griechenland!

Der ermordete Alexis Grigoropoulos

Die Linksjugend [’solid] Birkenfeld erklärt sich solidarisch mit den berechtigten Protesten der SchülerInnen, Studierenden und GewerkschafterInnen in Griechenland.

Die kaltblütige Ermordung des Schülers Alexis Grigoropoulos durch einen Polizisten am vergangen Samstag hat uns empört und verdient unsere Verachtung. Trotz der Verurteilung des Täters übersehen wir nicht die Verantwortung, die die griechische Regierung für dieses Verbrechen trägt. Sie hat jahrelang das brutale Verhalten der Polizei geduldet und linke Proteste kriminalisiert. Sie hat den Mörder, der schon vorher für sein brutales Vorgehen bekannt war, bewaffnet. Diese Regierung hat kein Recht dazu, sich moralisch über jene zu erheben, die jetzt Banken anzünden und Steine werfen. Wir verurteilen deshalb auch die unrechtmäßigen wie gewalttätigen Übergriffe der Polizei gegenüber den Protestierern, den Tränengaseinsatz auch in Wohnvierteln und die Eskalationspolitik der konservativen griechischen Regierung. Der Widerstand gegen Polizeiwillkür und Repression ist spätestens seit den staatlichen Gewaltexzessen gegen die globalisierungskritische Bewegung in Genua eine wichtige Aufgabe der gesamten europäischen Linken. Wir übersehen dabei nicht, dass die Proteste gegen die griechische Regierung auch Ausdruck der schwerwiegenden sozialen und ökonomischen Verwerfungen im Land sind. Sowohl durch politische Fehlentscheidungen als auch verschärfend durch die internationale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise droht die soziale Infrastruktur zu kollabieren. Sowohl die Gesundheitsversorgung als auch das Bildungssytem stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Diese Entwicklung wird – wie auch die anhaltenden Korruptionsskandale in der Regierung – in den deutschen Medien bei der Beurteilung der derzeitigen Proteste meist ausgeblendet.

Nein zum Krieg! Nein zur NATO!

Sie reden von „Sicherheit“ und „Humanität“, doch ihre Politik hat Krieg, Folter und globale Militarisierung zur Folge. Anfang April 2009 will die NATO in Strasbourg und Baden-Baden ihren 60. Geburtstag feiern. Sie beabsichtigt, ein neues strategisches Konzept zu verabschieden, das wie das bisherige der Aufrechterhaltung der ungerechten Weltwirtschaftsordnung dient und den ungehinderten Zugang zu den Rohstoff- und Energievorräten der Welt mit militärischer Gewalt zu sichern versucht. In Zeiten sich verknappender Rohstoffe, einer erstarkenden Weltmarktkonkurrenz durch China, Indien und Russland sowie des steigenden Selbstbewusstsein in Regionen wie z.B. Lateinamerika wächst die Bedeutung dieser Strategie. Die NATO schließt dabei weder Präventivkriege noch den Ersteinsatz von Atomwaffen aus. In der Bundesrepublik lagern US-Atomwaffen im rheinland-pfälzischen Büchel.

Die NATO-Staaten verantworten rund 75% der weltweiten Rüstungsexporte und geben jährlich ca. 900 Mrd. Euro für Rüstung aus. Lediglich 10 Prozent davon würden ausreichen, um die Armut auf der Welt zu halbieren. Das würde in der Tat mehr “Sicherheit“ und „Humanität“ bedeuten. Bewusst werden diese immensen Rüstungsausgaben in immer neue Waffensysteme und Rüstung gesteckt, um die Vorherrschaft in der Welt zu sichern.

Der völkerrechtswidrige NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien, die nun erfolgte staatliche Anerkennung des Kosovo und die NATO-Ost-Erweiterung führten und führen zu globalen Spannungen und zur Destabilisierung in Europa. Russland, das sich von der sich immer näher an seine Grenzen vorschiebenden Allianz zunehmend bedroht fühlt, folgt mit seiner Politik in Georgien der fatalen NATO-Logik. Diese Konfrontationslogik droht erneut in einen Kalten Krieg zwischen Russland sowie China und dem Westen zu führen. Die Militarisierung der Europäischen Union ist keine Alternative zur NATO, sondern ebenfalls ein gefährlicher Irrweg.

NATO-Staaten, allen voran die USA, führen weiterhin Krieg im Irak. Deutschland ist mit der US-Airbase in Ramstein die logistische Drehscheibe des Einsatzes. Die weltweiten Kriege, die Folgen des Klimawandels und eine zunehmende Verarmung führen zu immer größeren Flüchtlingsströmen. Die Antwort der NATO-Staaten und der EU ist eine Abschottungspolitik, die den Tod vieler Flüchtlinge, darunter auch Deserteure, in Kauf nimmt. Im Inneren wird diese Politik flankiert durch die Verabschiedung diskriminierender AusländerInnengesetze und Abschiebungen. Flucht und Emigration sind Folgen von Krieg, Besatzung, Elend, Hunger, Folter, Umweltzerstörung. Diese Ursachen müssen bekämpft werden, nicht deren Opfer.

In Afghanistan geht die Allianz immer aggressiver und rücksichtsloser vor. Hier zeigt sich auch immer deutlicher, was Besatzungstruppen bewirken: Sie brutalisieren die Gesellschaft, schaffen mehr Elend und mehr Bombentote. Es ist davon auszugehen, dass auch unter dem neuen US-Präsidenten der Druck auf Deutschland erhöht wird, noch mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Im Namen der Sicherheit und des „Krieges gegen den Terror“ werden immer mehr Soldaten zu Opfern, viele kehren traumatisiert zurück.

Der „Krieg gegen den Terror“ wird aber nicht nur in Afghanistan geführt, sondern auch zu Hause. Kriege in aller Welt gehen mit einem ständigen Demokratieabbau im Inneren und einer fortschreitenden Aushöhlung des Grundgesetzes einher. Mit sogenannten „Sicherheitsgesetzen“ werden Grundrechte ausgehebelt und Vorratsdatenspeicherung, Ausspionieren privater PCs und eine allgegenwärtige Überwachung „legalisiert“.
Grundgesetzwidrige Einsätze der Bundeswehr im Inneren wie beim G8-Gipfel in Heiligendamm sollen zur Normalität werden. Gleichzeitig wird die zivil-militärische Zusammenarbeit im Inland verstärkt. Die Bundeswehr versucht sich allen zivilen Bereichen der Gesellschaft, Institutionen, Organisationen und Vereine aufzudrängen und militärisches Denken zu verankern. Öffentliche Gelöbnisse, Militärkonzerte, Rekrutierungsversuche in den Arbeitsämtern, Schulbesuche und Zusammenarbeit mit Vereinen und Kommunen sollen das Kriegshandwerk wieder als Normalität erscheinen lassen.

Wir können und dürfen die Augen vor den verheerenden Folgen dieser Politik nicht verschließen. Sie steht für die Enttabuisierung des Militärischen in unserer Gesellschaft. Sie steht für Krieg, Verschleuderung von Ressourcen, Sozialabbau und steigende Rüstungsetats. Sie steht für eine aggressive Ideologie der Feindbilder und eine Einschränkung von Freiheitsrechten.

Weltweit lehnt die Mehrheit der Menschen Kriege ab. Das Ende der NATO, ein Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan und anderen Regionen und eine Abkehr von der Militarisierung Europas wären Schritte zu einer friedlichen Welt.

Die NATO will genau das Gegenteil.

Daher rufen wir zu gemeinsamen, bunten und vielfältigen Aktivitäten gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg und Baden-Baden auf. Mit Demonstrationen, Konferenzen, Camps, Protesten und Aktionen des zivilen Ungehorsams – wie Umzingelungen, Blockaden usw. – wollen wir ein Zeichen gegen die menschenfeindliche Politik der NATO setzen.
Eine Welt ohne NATO ist nötig!

Weitere Infos:
http://sicherheitskonferenz.de/
http://natogipfel2009.blogsport.de/

Ladenschluss – Kein Shopping für Nazis… auch in Ludwigshafen

Demonstration gegen Nazis und ihre Läden am 17. Januar 2009, 13Uhr, Ludwigshafen, Rathauscenter (Lichttor)

Ob Aufmärsche, rechte Kundgebungen oder Übergriffe gegen MigrantInnen. Die Liste von Naziaktivitäten in Ludwigshafen und Umgebung in den vergangenen Jahren ist lang und sie spiegelt wider, wie sich die rechte Szene in der Stadt etabliert hat. Es gibt rechte Treffpunkte wie Kneipen oder Parties und inzwischen wohnen auch einige bundesweit aktive Nazigrössen in der Stadt. Seit kurzem kommen zwei weitere Punkte in diese Auflistung hinzu. Im Sommer 2008 wurden zwei Geschäfte gegründet, in denen Neonazis Kleidung, Musik und andere Gegenstände für ihre Szene verkaufen.

Einer der beiden Läden “Streetwear company” befindet sich im Stadtteil Süd in der Halbergstr. 56, im Hinterhof. Die Angebotspalette reicht hier von Szenekleidung (z.B. der Marken Thor Steinar und MaxH8), über CDs mit rechtsextremer Musik bis hin zum Pfefferspray. Der Betreiber des Geschäfts, Malte Redeker, ist in der Naziszene kein unbeschriebenes Blatt. Er wohnt in LU-Süd und ist eine zentrale Figur in regionalen und bundesweiten Nazi-Netzwerken. Organisiert ist er im Aktionsbüro Rhein-Neckar und bei den Hammerskins. Da der Betreiber das Licht der Öffentlichkeit meidet, hat er bisher kein Schild am Gebäude angebracht und nur innerhalb der rechten Szene Werbung gemacht (mit dem Slogan „Von der Bewegung – Für die Bewegung“). Der Laden hat an drei Tagen in der Woche mittags, bzw. nachmittags geöffnet.

Das zweite Geschäft trägt den Namen “Thugs” und befindet sich in Friesenheim in der Ernst-Lehmann-Straße. „Thugs“ heißt übersetzt aus dem Englischen „Schläger, Gewalttäter“. Hier ist der Name Programm. Die Kundschaft besteht zu einem großen Teil aus rechten Hooligans des SV Waldhof Mannheim, die sich hier mit Kleidung der Nazi-Marke Thor Steinar versorgen können. Inzwischen dient der Laden der Hooliganszene auch als Treffpunkt, wo man sich am Wochenende zum Biertrinken trifft.

Es stellt sich unwillkürlich die Frage, warum die Nazis Ladengeschäfte anmieten, wo doch der Vertrieb der braunen Ware übers Internet deutlich weniger Kosten und Risiken bedeuten würde. Ihnen geht es dabei jedoch nicht nur um den Verkauf. Ihre Läden sind für sie von strategischer Bedeutung, da sie hier in direkten persönlichen Kontakt mit ihrer Zielgruppe treten können. Unpolitische oder unentschlossene junge Menschen sollen zunächst über Musik und Kleidung an den rechten Lifestyle und die rechte Subkultur herangeführt und später in die Szene eingebunden werden. Ein Ladengeschäft dient jedoch nicht nur als Rekrutierungsfeld und Geldquelle, sondern stärkt auch die vorhandenen Strukturen der Rechtsextremen. Es kann als Treffpunkt, als Kommunikationsort an dem Informationen ausgetauscht werden können, sowie als legaler Logistikstützpunkt genutzt werden.
Wenn sich ein solcher Laden etabliert, erhöht dies die Attraktivität des Stadtteils für Mitglieder der rechtsextremen Szene und führt automatisch zu erhöhter Präsenz und einem Zuzug von weiteren Personen aus diesem Spektrum. Was dies für einen Stadtteil und insbesondere für die BewohnerInnen, die nicht in das beschränkte Menschenbild der Nazis passen, bedeutet, kann sich jedeR vorstellen.

Rückenwind erhalten die Nazis durch ein gesellschaftliches Klima von Sozialabbau, Krieg und Ausgrenzung, wodurch sich der politische Mainstream in den vergangenen Jahren immer weiter nach rechts verschoben hat. Schon seit Jahren gehen verschiedene Parteien mit rechten Parolen auf Stimmenfang und machen so rechtes Gedankengut salonfähig. Gleichzeitig versuchen Politiker und Teile der Medien die Rolle Deutschlands in der Zeit des zweiten Weltkriegs umzudeuten – aus Tätern sollen Opfer werden. Rechtes Gedankengut ist verstärkt in der Mitte der Gesellschaft anzutreffen. Auch diese Entwicklungen bieten den Nazis einen fruchtbaren Nährboden, auf dem sie ihr Gedankengut weiter verbreiten können. Dem muss entschlossenes antifaschistisches Handeln entgegengesetzt werden.

Gemeinsam und konsequent wollen wir gegen die Nazi-Läden und gegen Nazi-Strukturen vorgehen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Neonazis versuchen, in Ludwigshafen ein Geschäft zu etablieren. 1997 eröffnete der Nazi-Multifunktionär und Waldhof-Hooligan Christian Hehl in LU-Süd seinen Laden “Hehl´s World”. Die Zielsetzung der Nazis war vor elf Jahren die gleiche wie heute. Damals gelang es, durch massiven und breiten antifaschistischen Widerstand, eine Schließung des Ladens zu erreichen. Das ist auch jetzt unser Bestreben, denn es gilt für uns heute noch der Schwur der Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald: “Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.”

Deshalb:

Nazi-Läden dichtmachen, Nazi-Strukturen zerschlagen!

Für die Freiheit, für das Leben!

Gehen wir zusammen auf die Straße gegen die Nazis, ihre Läden und ihre Strukturen am 17. Januar 2009, 13Uhr, Ludwigshafen, Rathauscenter (Lichttor)

V.i.S.d.P.: E. Bloch, Walzmühlstr. 63, 67061 Ludwigshafen

Weitere Infos:
http://buendnisladenschlussludwigshafen.blogsport.de/

Kein Shopping für Nazis!

Bildungsblockaden einreißen! – Ein Kommentar von Fabian Richter

Unter dem Motto „Bildungsblockaden einreißen!“ rief das gleichnamige Bündnis zu einem bundesweiten
Schulstreik in Form vieler Demonstrationen in ganz Deutschland auf.
Die Linksjugend [‘solid] im Kreis Birkenfeld beteiligte sich an den Protesten in Frankfurt.
Rheinland-Pfalz und das Saarland waren die einzigen Bundesländern in denen keine Aktionen
stattfanden.
Insgesamt demonstrierten rund 100.000 Schüler in ganz Deutschland und alleine in Frankfurt waren es
knapp 5000 Schüler. Allerdings gab es auch einige Lehrer, die sich an der Demonstration beteiligten.
Rufe wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Bildung klaut!“, richteten sich an die CDUgeführte
hessische Landesregierung.
Zentrale Forderungen der Demonstranten und der Linksjugend auch hier im Kreis:
Kostenlose Bildung für alle – volle Lernmittelfreiheit!
Nein zu Studien- und Schulgebühren jeglicher Art! Studien- und Ausbildungsplätze für alle!
Kleinere Klassen – die sofortige Einstellung von ausreichend LehrerInnen, um als ersten Schritt alle
Klassen auf maximal 20 SchülerInnen zu begrenzen.
Schluss mit dem ständigen Unterrichtsausfall.
Nein zum Super-Stress: Neugestaltung der Lehrpläne und der Bildungsdauer bis zum Abitur unter
demokratischer Einbeziehung und Entscheidung durch SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern. Bis dahin:
Rücknahme des Abiturs nach 12 Jahren, in den Bundesländern, die die Verkürzung neu vollzogen haben
Abschaffung aller „Kopfnoten“ (Beurteilung von Verhalten, Mitarbeit … im Zeugnis)
Nein zu Elitebildung und sozialer Ausgrenzung – weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem!
Nein zu Sponsoring und Bildungsprivatisierung – für eine bedarfsgerechte Ausstattung von Schulen,
Bildungs- und Jugendeinrichtungen!

Weitere Infos:
http://www.schulaction.org/

Tiere haben Rechte – Pelz ist Mord – Ein Kommentar von Fabian Richter

Am frühen Morgen des 8. September 2008 machten wir uns auf den Weg nach Stuttgart um mit etwa
200-300 weiteren Tierrechtlern mit aller Entschlossenheit gegen den Pelzhandel und gegen die leider
immer noch zahlreich vorhandenen Pelzbekleidungsgeschäfte in der Stuttgarter Innenstadt zu
demonstrieren. Organisiert wurde diese Demonstration von einem Bündnis verschiedenster
Tierrechtsinitiativen aus dem Raum Stuttgart.
Beginn der Demonstration war um 11 Uhr morgens, was viele interessierte Menschen nicht hinderte
trotz des relativ kalten Herbstwetters um einiges früher zu kommen, denn auch neben der Demonstration,
die sich u.a. gegen die Pelzläden Escada und Breuninger richtete, gab es auch vor und nach der Demo
noch zahlreiche Informations- und vegane Essensstände , die auch von vielen Passanten zahlreich besucht
wurden.
Abgerundet wurde die Demonstration durch ein abendliches Konzert in einem Stuttgarter Jugendclub, bei
dem u.a. der vegane Liedermacher Fidl Kunterbunt oder die Reggea/Ska-Band Reggeaneration auftraten
– für veganes Essen war selbstverständlich auch hier gesorgt.
Übernachtungsmöglichkeiten waren ebenfalls zahlreich vorhanden, was uns die Reise nach Stuttgart erst
ermöglichte. Und so ging es nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen wieder nach Hause.
Hierbei sei allerdings noch einmal erwähnt, dass sich dieser Protest nicht nur auf den ohne Zweifel
grausamen Pelzhandel beschränken darf, sondern sich gegen jede Form der Ausnutzung und Ausbeutung
der Tiere wenden muss.

One struggle, one fight: Animal liberation – Human rights!

Weitere Infos:
http://www.stuttgart-pelzfrei.de/

Kommentar zum Positionspapier zum Thema Jugendkriminalität der Jungen Union

Nils Schäfer – Linksjugend [’solid]:

In einem Positionspapier beschäftigt sich die Junge Union in Idar- Oberstein mit dem Problem der Jugendkriminalität. Die JU allerdings erkennt nur das Problem, welches unbestreitbar besteht, die Ursachen für dieses Problem scheinen dem Jugendverband der CDU aber unbekannt. Infolge dessen fordern die jungen Konservativen auch nicht die Lösung dieses Problems, sie wollen es einfach wegsperren und die Sache damit auf sich beruhen lassen. Die Damen und Herren der JU scheinen nicht zu wissen, dass die Jugendlichen, nach Verbüßen der Haftstrafe wieder auf freien Fuß kommen. Im Knast wird sich die Einstellung dieser Menschen nicht großartig ändern und wenn sie dann wieder frei sind, dann ist das Problem wieder da. Das wird auch das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung nicht verbessern, wenn man die Probleme für kurze Zeit einsperrt und sie dann wieder raus lässt.
Probleme löst man an ihrem Ursprung. Um also Jugendkriminalität effektiv zu bekämpfen muss man die enorm große Zahl von unterschiedlichen Gründen für das Fehlverhalten von Jugendlichen eindämmen.
Jugendkriminalität hat ihre Wurzeln z.B. im sozialen Umfeld. Für Kinder aus finanziell armen Familien besteht ein wesentlich höheres Risiko auf die falsche Bahn zu geraten, als für Kinder aus der Mittelschicht. Auch ist die Gefahr, dass Jugendliche kriminell werden bei höher gebildeten geringer als bei Kindern, die schlecht gebildet sind. Auch ist mangelnde Integration von Migranten eine Ursache für Jugendkriminalität. Um diese Ursachen zu bekämpfen sind weder härtere Strafen (z.B. Sicherheitsverwahrung), noch Videoüberwachung oder das Verbot von Alkoholkonsum an manchen öffentlichen Plätzen.
Um Jugendkriminalität eindämmen zu könne muss man die genannten Ursachen bekämpft werden. Sozial schwache Familien müssen unterstützt werden, Kinder und Jugendliche müssen gebildet und ausgebildet werden, sie müssen Chancen bekommen in unsrer Gesellschaft. Dafür müssen im Bildungssystem gleiche Voraussetzungen für alle bestehen. In Jugendzentren müssen Angebote die Kinder und Jugendliche von der Straße holen.
Gegen Übermäßigen Alkoholkonsum helfen keine Trinkverbote auf öffentlichen Plätzen, hier müssen Jugendliche gebildet und aufgeklärt werden. Auch Videoüberwachung ist kein Mittel, Jugendkriminalität einzuschränken. Was nützt es, wenn nicht vor der Kamera geprügelt wird, sondern in kleinen Gassen?
Es gibt Möglichkeiten, Jugendliche von Straftaten abzuhalten. Dass kostet Geld und Arbeitskraft, wenn die Bevölkerung sich allerdings sicher fühlen möchte, dann sollten sie dafür auch finanzielle Mittel aufbringen können.